Wie Angst die Sprachentwicklung bei Kindern beeinflusst
Für viele mag die Vorstellung, dass ein Kind Angstzustände hat, fast unmöglich erscheinen. Aber Studien zeigen uns, dass es eine der häufigsten psychischen Erkrankungen bei Kindern ist.
Laut dem Center for Disease Control (CDC) werden bei 7 % der Kinder (im Alter von 3 bis 17 Jahren) Angststörungen diagnostiziert. Es stimmt, dass ein Kind seine Gefühle vielleicht nicht wie ein Erwachsener ausdrücken kann, aber das bedeutet nicht, dass es keine Sorgen und Ängste hat. Dieser Blogbeitrag untersucht, wie sich Angst bei einem Kind auswirken kann und welche Behandlungen zur Bekämpfung eingesetzt werden.
In diesem Artikel
- Definition von Angst
- Häufige Anzeichen und Symptome von Angstzuständen bei Kindern
- Ursachen von Angstzuständen bei Kindern
- Wie kann sich Angst auf die Sprachentwicklung eines Kindes auswirken?
- Diagnose und Behandlung
- Bücher, um mehr über Angstzustände bei Kindern zu erfahren
Was ist Angst?
Laut der Amerikanischen Psychologischen Vereinigung ist Angst ein Gefühl, das von Anspannung, sorgenvollen Gedanken und oft auch körperlichen Veränderungen wie erhöhtem Blutdruck begleitet wird. Angstgefühle sind völlig normal und sogar lebensnotwendig, aber wenn diese Gefühle überhandnehmen oder den Alltag beeinträchtigen, spricht man von einer Angststörung.
Und obwohl es verschiedene Arten von Angst gibt, erleben Kinder meistens Folgendes: generalisierte Angststörung, soziale Angst,Trennungsangst, selektiven Mutismus oder Phobien.
Häufige Anzeichen und Symptome von Angstzuständen bei Kindern
- Schlaflosigkeit
- Übermäßige Anhänglichkeit an die Eltern
- Konzentrationsschwierigkeiten in der Schule
- Ständige Sorgen/unbegründete Ängste
- Übermäßiges Essen oder Appetitlosigkeit
- Reizbarkeit
- Körperbezogene, repetitive Verhaltensweisen
- Zwangsstörung
- Sich angespannt oder zappelig fühlen
- Nägelkauen/Hautpulen
- Sprachschwierigkeiten
- Regressionim Verhalten
Wusstest du, dass Angst schon bei Kindern ab einem Jahr auftreten kann?
Studien zeigen, dass es ganz normal ist, wenn kleine Kinder Trennungsängste haben, wenn sie in die Kita kommen oder fremde Leute treffen. Wenn ihre Angst aber sehr stark ist oder lange anhält, kann das zu größeren Problemen führen, sogar zu einer richtigen Angststörung.
Ursachen für Angst bei Kindern
Von Umweltfaktoren bis hin zu genetischen Ursachen gibt es verschiedene Gründe, warum ein Kind diese Störung haben könnte. Manchmal entwickelt ein Kind Ängste aufgrund von belastenden Ereignissen (wie Traumata oder Vernachlässigung). Es kann aber auch sein, dass sie es sich von ihren Eltern "abgucken". Und manchmal liegt es einfach an den Genen.
Wie kann Angst die Sprachentwicklung deines Kindes beeinflussen?
Da ungewöhnliche Stressformen die Atemmuster beeinflussen, kann es bei einem Kind mit Angstzuständen zu einer Sprechangst kommen. Zum Beispiel kann ein Kind eine leise oder zittrige Stimme haben. Selektiver Mutismus ist eine weitere Möglichkeit, wie Angst das Sprechen eines Kindes beeinträchtigen kann.Sprachstörungan sich ist selektiver Mutismus bedeutet dies, dass ein Kind in bestimmten Situationen (Klassenzimmer oder in der Nähe von Fremden) nicht sprechen kann, aber zu Hause problemlos sprechen kann.
Diagnose und Behandlungen
Um eine Angststörung offiziell zu diagnostizieren, muss dein Kind von einem Team aus Fachleuten untersucht werden. Zu diesem Team können gehören (aber nicht nur): der Kinderarzt (um andere Ursachen auszuschließen), ein Psychologe oder ein ausgebildeter Therapeut. Wenn dein Kind eine klare Diagnose erhalten hat, gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten.
Kognitiv-behavioralTherapie oder KVT: Eine Methode, die Kindern hilft, negative Gedanken zu erkennen und zu verändern.
Expositionstherapie (eine weitere Form der kognitiven Verhaltenstherapie):ist eine Technik, die eingesetzt wird, um die Angst eines Kindes zu verringern, indem es dem, wovor es Angst hat, schrittweise ausgesetzt wird.
Medikamente:In schwereren Fällen kann älteren Kindern die Einnahme von Medikamenten empfohlen werden, um ihre Angst zu lindern.
Zusätzlich können Eltern verschiedene Hilfsmittel einsetzen, um Kindern bei Angststörungen zu helfen. Denkt daran, die Gefühle eures Kindes aufmerksam wahrzunehmen und anzuerkennen. Aber verstärkt oder unterstützt ihre Angst auch nicht; das könnte sie noch weiter behindern.
Angst macht wirklich keinen Unterschied, ob jemand jung oder alt ist oder woher er kommt.
Genau wie Erwachsene Angststörungen haben können, können auch Kinder darunter leiden. Aber eins ist sicher: Angst ist kein Todesurteil! Es ist absolut möglich für ein Kind, sie zu überwinden. ☺
Bücher, um mehr über Ängste bei Kindern zu erfahren
- Manchmal bin ich ängstlich, Band 1- (Ein Kinderbuch zur Überwindung von Angst) von Poppy O'Neill
- Das Gegenteil von Sorge: Der spielerische Erziehungsansatz bei kindlichen Ängsten und Befürchtungenvon Lawrence J. Cohen
- Was tun, wenn du dir zu viele Sorgen machst: Ein Ratgeber für Kinder zur Überwindung von Angstvon Dawn Huebner
Von Anne-Elisabeth Germain