Unschooling – Der ultimative Ratgeber für Eltern

Unschooling

In diesem Artikel

  • Zu Hause lernen mit der Speech Blubs App
  • Das Konzept und seine Philosophie
  • Warum Sie Unschooling in Betracht ziehen sollten
    • Mehr Auswahl?
  • Die Rolle der Eltern beim Unschooling
  • Stimmen die Zahlen und Fakten?
  • Ein letztes Wort

Veränderte Zeiten und wachsende Bedürfnisse erfordern neue Konzepte.Unschooling (Freilernen)ist ein Konzept, das das konventionelle, althergebrachte Schulsystem, das in unserer Zeit vorherrscht, rasch ersetzt. Beim Freilernen holst du dir eine Miniaturausgabe eines Klassenzimmers in den Komfort deines Zuhauses.

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Als eine Art informelles Lernen gibt es viel über das Freilernen (Unschooling) zu verstehen. Im Wesentlichen beruht diese Form desHomeschoolingsdarauf, dass lernergesteuerte Aktivitäten im Mittelpunkt des Verständnisses und Erlernens von Konzepten stehen. Beim Freilernen geht es darum, dass sich Schüler das notwendige Wissen durch reale Erfahrungen aneignen, die Aktivitäten wie Spielen,Aufgaben im Haushalt, die Entwicklung persönlicher Interessen und die Förderung der Neugier beinhalten.

Meistens stellt das Freilernen die Kinder selbst in den Mittelpunkt und bietet ihnen eine individuellere und sinnvollere Bildung. Diese unkonventionelle Form des Lernens wirft Fragen nach dem Wert und der Effektivität des traditionellen Modells auf, das sich stark auf einen vorgegebenen Lehrplan konzentriert, der oft wenig mit dem Leben der Kinder und ihren Interessen zu tun hat.

Hallo zusammen! Ich bin Logopädin Laura, und heute sprechen wir über fünf super einfache Möglichkeiten, wie ihr die Sprachentwicklung eures Kindes zu Hause fördern könnt. Das Beste daran? Sie sind alle total natürlich und machen Spaß! **1. Reden, reden, reden!** Es mag offensichtlich klingen, aber mit eurem Kind zu sprechen, ist das Wichtigste überhaupt. Erzählt ihnen, was ihr gerade macht, was ihr seht, was ihr denkt. Beschreibt die Welt um euch herum. Benutzt einfache Worte und kurze Sätze, besonders wenn euer Kind noch sehr jung ist. **2. Vorlesen!** Bilderbücher sind fantastisch! Sie sind voll mit neuen Wörtern, bunten Bildern und spannenden Geschichten. Zeigt auf die Bilder und benennt sie. Fragt euer Kind, was es sieht oder was es denkt, dass als Nächstes passieren wird. Vorlesen ist nicht nur gut für die Sprache, sondern auch für die Fantasie! **3. Singen und Reimen!** Kinder lieben Lieder und Reime! Sie sind eingängig, wiederholend und helfen dabei, neue Wörter zu lernen und das Sprachgefühl zu entwickeln. Singt Kinderlieder, macht Fingerspiele oder erfindet eure eigenen Reime. **4. Spielen!** Spielen ist Lernen! Und es ist eine tolle Möglichkeit, die Sprachentwicklung zu fördern. Spielt mit Bauklötzen, Puppen, Autos oder was auch immer euer Kind mag. Benennt die Gegenstände, beschreibt, was ihr tut und ermutigt euer Kind, mitzumachen. **5. Geduld haben!** Sprachentwicklung ist ein Prozess, der Zeit braucht. Jedes Kind lernt in seinem eigenen Tempo. Seid geduldig, liebevoll und ermutigend. Lobt eure Kinder für ihre Fortschritte, egal wie klein sie sind. Und das Wichtigste: Habt Spaß dabei! Das waren meine fünf einfachen Tipps für heute. Ich hoffe, sie helfen euch dabei, die Sprachentwicklung eures Kindes auf spielerische Weise zu fördern. Bis zum nächsten Mal! Tschüss!

Das Konzept dahinter verstehen – einfach erklärt.

„Ich lebe, also lerne ich", schreibt Pam Sorooshian und beschreibt damit, was es bedeutet, ein Leben des "Unschooling" zu führen. Da Lernen etwas so Angeborenes ist, bezeugen "Unschooler", dass diese Lernmethode auf zufriedenstellende Weise lohnend ist. Für etwas so Nebensächliches wieLernensollten Kinder nicht getestet werden müssen, um herauszufinden, was und wie viel sie gelernt haben; es zeigt sich vielmehr von selbst in der Art und Weise, wie sie es nutzen, um mit einer Situation umzugehen.

Die Grundidee des Freilernens ist, dass Bildung ganz natürlich im Kind entstehen soll. Dieser Ansatz räumt der Neugier und Fantasie den Stellenwert ein, der ihnen gebührt – etwas, das in den traditionellen Bildungsmodellen oft zu kurz kommt.

Unschooling möchte die Einzigartigkeit und Individualität jedes Kindes wertschätzen. Es ist in vielerlei Hinsicht gut geeignet für Kinder, die unterschiedliche Lernstile haben. Und genau wie Kinder Wachstums-Meilensteinein unterschiedlichem Alter erreichen, lernen sie ganz natürlich auch verschiedene Dinge in unterschiedlichem Alter. Hier kommen die berühmten Worte von Albert Einstein ins Spiel:

Jeder ist ein Genie. Aber wenn man einen Fisch danach beurteilt, ob er auf einen Baum klettern kann, wird er sein ganzes Leben lang glauben, dass er dumm ist.

Herkömmliche Schulen haben leider eine traurige Vergangenheit, wenn es darum geht, bei Schülern, die nicht als so "intelligent" gelten, ein lähmendes Gefühl der Minderwertigkeit zu fördern.

Warum ihr Unschooling in Betracht ziehen solltet

In letzter Zeit hat das Konzept des "Unschooling" viele Fragen aufgeworfen. Vielleicht hast du dich auch schon gefragt, wie Lernen zu Hause den traditionellen und bewährten Schulbesuch ersetzen kann. Aber "Unschooler" sehen das ganz anders.

Wir leben in einer Zeit, in der die Kommunikationslücke zwischen Eltern und Kindern immer größer wird. Da fühlt sich das Konzept des "Unschooling" oder "Freilernens" wie ein frischer Wind an. Beim Freilernen verbringen Eltern und Kinder oft mehr Zeit miteinander – und das kann die Bindung zwischen ihnen stärken.

Befürworter des Freilernens sagen oft, dass vieles, was Kinder in der Schule lernen, im echten Leben gar nicht so nützlich ist. Manche denken sogar, dass Kinder dort nur lernen, Anweisungen zu befolgen, und nie wirklich mit "echten" Problemen in Berührung kommen oder lernen, wie man sie löst.

Mehr Auswahl?

Ein weiterer, häufig geäußerter Einwand gegen das konformistische Schulsystem ist, dass es für Kinder ungünstig ist, die sich mehr Wahlmöglichkeiten wünschen. Freies Lernen gibt ihnen die Chance, selbst zu entscheiden, was, wie und wann sie lernen möchten. Dabei zeigt sich, was Kinder im freiem Lernen wirklich mitnehmen, im Vergleich zum klassischen Unterricht: Sie lernen, fundierte und nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Sie lernen, mit schwierigen Situationen im echten Leben umzugehen und nicht nur komplizierte mathematische Gleichungen zu lösen.

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Es scheint, dass Gruppen Gleichaltriger einen großen Einfluss auf Kinder haben, die Schulen besuchen, worauf Eltern wahrscheinlich keinen Einfluss oder gar keine Kenntnis haben. Zum größten Teil lässt sich nicht leugnen, dass der Einfluss vonGleichaltrigengesund und sogar vorteilhaft für das Kind sein kann.

Gleichzeitig gibt es aber auch unzählige Beispiele, bei denen ein negativer Einfluss von Gleichaltrigen schädlich und extrem nachteilig war. Während Eltern entscheiden, ob ihre Kinder in eine herkömmliche Schule gehen sollen, geht es beim Freilernen eher darum, seinen Platz in einer vielfältigeren Gruppe von Menschen zu finden – sowohl jüngere als auch ältere.

Und jetzt stell dir mal vor, dass die Kinder auch noch selbst aussuchen dürfen, mit wem sie arbeiten! Während Eltern beim normalen Lernen ja kaum mitreden können, wer ihr Kind unterrichtet, ist das hier ganz anders. Die Eltern können sich Zeit nehmen und Coaches und Mentoren aussuchen, die gut zu ihrem Kind passen. So entsteht eine viel engere und dauerhaftere Beziehung.

Die Rolle der Eltern beim Freilernen

Die Entscheidung für freies Lernen mag an sich schon entmutigend wirken, aber Eltern haben auch Ängste, wie sie die Rolle eines "Freilerner-Elternteils" ausfüllen sollen. Ein Teil des Problems bei der Wahl dieses Konzepts liegt sicherlich in den erhöhten Verantwortlichkeiten, die es mit sich bringt.

Aber eine Leben als Unschooling-Elternteil ist gar nicht so kompliziert. Ja, es erfordert etwas Mühe, aber es lohnt sich wirklich. Um ein guter Unschooling-Elternteil zu sein, ist es wichtig, die Interessen deines Kindes gut einschätzen zu können. Wenn du verstehst, was dein Kind mag und nicht mag und echtes Interesse daran zeigst, hast du schon einen großen Vorteil.

Es ist immer empfehlenswert, auf das Interesse deines Kindes einzugehen. Zeit mit ihm zu verbringen und sich über verschiedene Themen zu unterhalten, ist wahrscheinlich die wichtigste elterliche Maßnahme überhaupt. Ich kann gar nicht genug betonen, wie wichtig es ist, das Verhalten deines Kindes aufmerksam zu beobachten. Und vergiss nicht,ein bisschen Spaß zu haben.

Stimmen die Zahlen und Fakten?

Laut einer Umfrage unter 75 Teilnehmern (Erwachsene im Alter von 18 bis 49 Jahren) fanden bis auf drei alle, dass die Vorteile des Freilernens (Unschooling) die Nachteile überwogen. Fast 70 % von ihnen gaben an, dass "die Erfahrungen es ihnen ermöglichten, sich zu hochmotivierten, selbstbestimmten Individuen zu entwickeln. Es bot ihnen ein breiteres Spektrum an Lernmöglichkeiten, ein reicheres, altersgemischtes soziales Leben und einen relativ reibungslosen Übergang ins Erwachsenenleben."

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Es ist auch überraschend festzustellen, dass nur sehr wenige von ihnen schwerwiegende oder wesentliche Beschwerden über das Unschooling hatten. Mehr als ein Drittel der Befragten gab an, dass ihnen überhaupt keine Nachteile einfielen. Für den Rest gehörten zu den erwähnenswerten Nachteilen:Urteile, die von der Gesellschaft kamen, ein gewisses Maß an sozialer Isolation und die Schwierigkeiten, sich an die sozialen Gepflogenheiten ihrer Altersgenossen anzupassen.

Ein letztes Wort

Es liegt ganz bei dir und deinem Kind, ob ihr den klassischen Weg gehen möchtet oder einen eher ungewöhnlichen Bildungsweg einschlagen wollt. Erkundigt euch aber vorher, ob "Unschooling" in eurer Gegend erlaubt ist, bevor ihr euch weiter damit beschäftigt.

Aber so oder so, es steht außer Frage, dass Unschooling, abgesehen von ein paar wenigen Nachteilen, eine tolle Möglichkeit sein kann, zu lernen und dabei Spaß zu haben. Unschooling kann wunderbar funktionieren, wenn sowohl du als auch dein Kind von diesem System des Lernens und Experimentierens begeistert sind. Kurz gesagt, der Schlüssel liegt darin, zu lernen, wunderschön in einer inneren Welt zu koexistieren, ohne den Kontakt zur Außenwelt zu verlieren.

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