Wie sich positive Erziehung auf Ihr Kind auswirkt

Positive-Erziehung

In diesem Artikel

  • Welche Vorteile hat eine positive Erziehung?
  • Wie man positive Erziehung in die Tat umsetzt
    • 1. Respektiere dein Kind
    • 2. Praktiziere positive Verstärkung
    • 3. Probiere Verhaltensaustausch
    • 4. Biete Wahlmöglichkeiten an
    • 5. Schaffe Verbindungen
    • 6. Benutze einen Timer

Bevor wir uns mit derForschungund den Vorteilen beschäftigen, ist es wichtig zu verstehen, was hinter dem Konzept der positiven Erziehung steckt. Dieser Erziehungsstil geht davon aus, dass alle Kinder von Natur aus "gut, altruistisch sind und das Richtige tun wollen". Mit dieser Überzeugung formen Eltern das Verhalten eines Kindes, indem sie Disziplin auf eine Weise lehren, die das Selbstwertgefühl stärkt und die Eltern-Kind-Beziehung aufbaut.

Normalerweise kann die Disziplinierung eines Kindes das Setzen fester Grenzen beinhalten, wobei die offene Kommunikation zwischen Eltern und Kind eingeschränkt ist. Für diejenigen jedoch, die positive Erziehung praktizieren, ist die Beziehung zwischen Kind und Eltern der Schlüssel! "Positive Eltern" setzen ihren Kindern zwar immer noch Grenzen, aber sie respektieren den Entwicklungsstand ihres Kindes.

Late talkers and speech delay

Eine typische Reaktion auf einenWutanfalleines Kleinkindes, das etwas nicht bekommt, das es möchte, ist eine Reaktion, die sich aus Verärgerung und Wut zusammensetzt. Viele Eltern neigen dazu, entweder das Kind zu schimpfen oder den Wutanfall ganz zu ignorieren. Aber Eltern, die eine positive Erziehung praktizieren, treten einen Schritt zurück und betrachten die Situation aus der Perspektive ihres Kindes.

Sie fragen sich: "Was ist der eigentliche Grund, warum mein Kind so aufgebracht ist?" Indem Eltern die Situation aus der Sicht ihres Kindes betrachten, können sie nicht nur mitfühlen, sondern auch den Ausbruch ihres Kindes respektieren. Das ermöglicht es den Eltern auch, sich selbst zu beruhigen und den Wutanfall mit einer liebevollen und fürsorglichen Haltung zu entschärfen.

Welche Vorteile hat eine positive Erziehung?

MehrereForschungsstudienhaben gezeigt, dass eine positive Erziehung langfristige Vorteile bietet, wie zum Beispiel:

  1. Verbesserte emotionale Selbstregulation für Kinder
  2. Gibt Kindern die Werkzeuge, die sie brauchen, um gute Entscheidungen zu treffen
  3. Fördert eine positive Kommunikation zur Problemlösung zwischen Eltern und Kindern
  4. Hilft, die Fähigkeit der Kinder zu fördern, später im Leben positive Beziehungen zu Gleichaltrigen aufzubauen
  5. Eltern unterstützen die Kreativität und Selbstbestimmung ihrer Kinder
  6. Bietet sowohl gesunde Grenzen als auch Konsequenzen, um Verantwortung zu lehren
  7. Die Anerkennung positiven Verhaltens von Kindern durch die Eltern hilft, die Selbstwirksamkeit zu entwickeln

So klappt's mit positiver Erziehung im Alltag

Positives Erziehen passiert nicht von heute auf morgen. Wenn du nicht von Anfang an auf positive Erziehung gesetzt hast, kann die Umstellung für dich und dein Kind etwas Zeit brauchen. Auch wenn es vielleicht so aussieht, als würde positives Erziehen keine Disziplin beinhalten, gehört sie trotzdem dazu. Aber ein Kind im Sinne der positiven Erziehung zu disziplinieren bedeutet, "niemals gewalttätig, aggressiv oder kritisch zu sein; es ist nicht strafend."

Da Disziplin für die meisten Eltern ein großes Thema ist, hier ein paar Ideen, wie ihr mit positiver Erziehung liebevoll Grenzen setzen könnt!

1. Respektiere dein Kind

Das kannst du ganz einfach machen, indem du die Gefühle deines Kindes anerkennst. Wenn dein Kind traurig ist und weint, versuche herauszufinden, *warum* es weint. Vielleicht weint es, um etwas zu bekommen, das es will, aber vielleicht ist es auch einfach nur müde und deshalb schnell gereizt.

2. Positives Verstärken üben

Wenn du siehst, dass dein Kind etwas Gutes tut, lobe dieses Verhalten. Selbst wenn es nur ruhig spielt, während ein jüngeres Geschwisterchen schläft. Indem du all die guten Dinge hervorhebst, die dein Kind tut, wird das mit der Zeit sein Selbstvertrauen stärken und Fehlverhalten reduzieren. Denn dein Kind weiß dann, dass gutes Verhalten mit Anerkennung, Zuneigung und kleinen Belohnungen belohnt wird.

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3. Probiert mal den "Verhaltensaustausch" aus!

Verhaltensaustausch bedeutet, ein unerwünschtes Verhalten durch ein akzeptables zu ersetzen. Wenn dein Kind zum Beispiel gerade eine Rolle Toilettenpapier im Badezimmer zerpflückt, heb sie ruhig auf und sag: "Nein, danke." Lenke dein Kind dann auf ein akzeptables Verhalten um, zum Beispiel Spielen mit Knete.

Das Verhaltens-Austausch-System bestraft oder schimpft nicht für schlechtes Benehmen, sondern lenkt einfach um und ersetzt das unerwünschte Verhalten durch gutes Verhalten.

4. Wahlmöglichkeiten anbieten

Eltern, die positiv erziehen, verstehen, dass ihr Kind eine eigenständige Person mit eigenen Vorlieben ist. Wenn du deinem Kind im Alltag Wahlmöglichkeiten gibst, hilfst du ihm, Verantwortung und Selbstwirksamkeit zu lernen.

5. Verbindungen schaffen

Laut der Philosophie der positiven Erziehung ist die Eltern-Kind-Beziehung das A und O. Um eine gesunde Bindung zu deinem Kind aufzubauen, ist es wichtig, emotionale Verbindungen zu schaffen. Das gelingt, indem du wertvolle Zeit mit deinem Kind verbringst und seine Gefühle regelmäßig bestätigst und ernst nimmst.

Wenn dein Kind gerade erst anfängt, Emotionen kennenzulernen, probier doch mal den Emotionsbereich von Speech Blubs aus und hilf deinem Kind, seine eigenen Gefühle zu erkennen.

6. Nutzt eine Eieruhr!

Ein Timer ist eine sanfte und doch wirksame Methode, um deinem Kind den Übergang durch den Tag zu erleichtern. Die Timer-Methode funktioniert sogar bei Kindern mit besonderen Bedürfnissen, denen der Übergang von einer Aufgabe zur nächsten schwerfällt. Ein Timer gibt deinem Kind die Möglichkeit, die Zeit, die es für eine Aufgabe benötigt, ein Stück weit selbst zu bestimmen. Mit einem Timer kannst du deinem Kind eine Wahl anbieten, wie zum Beispiel: "Möchtest du vor dem Baden 15 oder 20 Minuten malen?"

Seit seiner Entwicklung gewinnt das Programm für positive Erziehung bei Eltern auf der ganzen Welt immer mehr Anhänger. Das liegt an seiner liebevollen und sanften Art, Fehlverhalten zu korrigieren und gleichzeitig das Selbstwertgefühl der Kinder zu stärken. Da Forschungsstudien weiterhin die kurz- und langfristigen Auswirkungen von positiven Erziehungsansätzen untersuchen, ist es leicht zu erkennen, wie diese die Eltern-Kind-Beziehung für immer verändern können.

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