Selektiver Mutismus vs. Schüchternheit

Selektiver Mutismus vs. kindliche Schüchternheit

Dir fällt dieses Verhalten auch im Umgang mit Fremden und bestimmten Familienmitgliedern auf. Wenn du mit Freunden sprichst, sagen sie dir, du sollst dir keine Sorgen machen, das ist wahrscheinlich nur eine Phase, aus der dein kleiner Schatz herauswächst. Aber dein Bauchgefühl als Mama sagt dir etwas anderes. Könnte es vielleicht doch mehr sein? In diesem Blogbeitrag werden wir besprechen, wie man selektiven Mutismus von Schüchternheit unterscheiden kann.

In diesem Artikel

  • Definition von selektivem Mutismus und kindlicher Schüchternheit
  • Was sind einige wichtige Unterschiede?
  • Zusätzliche Ressourcen

Definition von selektivem Mutismus und kindlicher Schüchternheit

Selektiver Mutismusist eine Angststörung, bei der ein Kind in bestimmten Situationen (Klassenzimmer oder in der Nähe von Fremden) nicht in der Lage ist, zu kommunizieren, aber zu Hause problemlos sprechen kann. Sie beginnt in der Regel in der frühen Kindheit, im Alter zwischen 2 und 4 Jahren. Die Forschung untersucht noch die Ursachen für selektiven Mutismus, aber viele glauben, dass Umwelt- und genetische Faktoren eine Rolle spielen könnten.

Lauthealthline.comist Schüchternheit bei Kindern hingegen ein Gefühl der Angst oder des Unbehagens, das durch andere Menschen ausgelöst wird, insbesondere in neuen Situationen oder unter Fremden. Viele glauben zwar, dass manche Kinder einfach so geboren werden, aber Studien zeigen, dass soziale Erfahrungen und überbehütende Eltern ein Kind beeinflussen können, schüchtern zu sein.

Es ist oft gar nicht so einfach, selektiven Mutismus von normaler Schüchternheit zu unterscheiden. Das liegt daran, dass Kinder mit selektivem Mutismus ähnliche Verhaltensweisen zeigen wie schüchterne Kinder. Einige Anzeichen für selektiven Mutismus sind:

  • Weinen
  • Erstarren
  • Soziale Isolation
  • Vermeidung von oder mangelnder Blickkontakt
  • Die Fähigkeit, zu Hause problemlos zu sprechen, aber nicht mit anderen (Schule oder Fremden). Sie können auch nonverbale Kommunikationsmittel verwenden oder flüstern, um mit anderen zu sprechen.
  • Schüchternes Temperament und Anhänglichkeit gegenüber Eltern/Betreuern
Selective Mutism vs. Child Shyness

Was sind die wichtigsten Unterschiede?

Schüchterne Kinder tauen irgendwann in neuen Situationen auf, während Kinder mit selektivem Mutismus das nicht tun. Zum Beispiel kann es bei einem schüchternen Kind eine Woche dauern, bis es sich eingewöhnt hat und in der Schule redselig ist, während ein Kind mit selektivem Mutismus tendenziell auch nach vielen Monaten in der Schule sprachlos bleibt. Zusätzlich dazu zeigen Kinder mit selektivem Mutismus oft wenig Mimik oder haben in bestimmten Situationen einen "wie erstarrt"-Ausdruck. Darüber hinaus behindert diese Störung viele Lebensbereiche, sei es schulisch oder sozial. Und unbehandelt kann sie bis ins Erwachsenenalter andauern.

Zusätzliche Hilfsmittel

Auch wenn ein schüchternes Kind und ein Kind mit selektivem Mutismus ähnliche Verhaltensweisen zeigen können, sind sie nicht dasselbe. Schüchternheit wird oft als Persönlichkeitsmerkmal angesehen, während selektiver Mutismus eine Störung ist, die die Fähigkeit eines Kindes beeinträchtigt, in bestimmten Situationen zu kommunizieren. Wenn du dir weiterhin Sorgen machst, dass dein Kind möglicherweise selektiven Mutismus hat, ist der erste Schritt, mit dem Kinderarzt deines Kindes und anderen medizinischen Fachkräften zu sprechen. Nach der Diagnose gibt es möglicherweise verschiedene Behandlungsformen, die helfen können. Wenn du mehr über selektiven Mutismus erfahren möchtest, findest du hier einige nützliche Informationsquellen:

  • Ihrem Kind bei selektivem Mutismus helfenvon Angela E. McHolm, Charles E. Cunningham und Melanie K. Vanier
  • Katie verstehenvon Adrienne Wallage und Elisa Shipon-Blum
  • Selektiven Mutismus überwinden: Der Ratgeber für Elternvon Aimee Kotrba und Shari J. Saffer
  • Das Handbuch für selektiven Mutismusvon Maggie Johnson und Alison Wintgins
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