Schwangerschaft und Wochenbett während COVID-19 - Wie gehe ich damit um?
Vielleicht musstest du dein Baby ganz alleine auf die Welt bringen, ohne deinen Partner, der eigentlich dabei sein sollte, um dich zu unterstützen. Vielleicht durfte die Doula oder Hebamme, die du extra kennengelernt hast und der du so sehr vertraut hast, um dich und dein Baby bei der Geburt zu unterstützen, nicht mit in den Kreißsaal. Die Menschen, die dir eigentlich helfen sollten, dich an dein neues Leben als Mama zu gewöhnen, dürfen dir plötzlich nicht näher als zwei Meter kommen und müssen dein Baby durch eine Glasscheibe kennenlernen.
Ich erinnere mich noch gut, als ich zum ersten (und zweiten) Mal Mama wurde. Ich konnte es kaum erwarten, meine Kinder der Welt zu zeigen. Knapp zwei Stunden nach der Geburt meiner Tochter hatten wir schon Besuch im Krankenhauszimmer. Und als mein Sohn auf die Welt kam, kamen die Gratulanten am selben Nachmittag. Ein Teil von mir wollte die kleinen Würmchen, an deren Wachstum und Entwicklung ich so hart gearbeitet hatte, stolz präsentieren, aber ich wollte auch Anerkennung dafür, dass ich diese unglaubliche Leistung vollbracht und diese kleinen Menschlein zur Welt gebracht hatte.

Du hast es VERDIENT, gefeiert zu werden, aber, mitsozialer Distanzierungund strengen Krankenhausstandards musst du dich mit Zoom-Meetings und Facetime-Anrufen begnügen. Alle neuen Babygeschenke, die bei dir ankommen, musst du streng und fast schon zwanghaft mit Desinfektionsmittel einsprühen und dich dann gründlich schrubben, anstatt dich hinzusetzen und zu bestaunen, wie bezaubernd alles ist!
Das ist nicht gerecht!
Mama, das ist alles nicht fair!Wir alle fühlen uns als frischgebackene Mütter manchmal isoliert, und das hier hebt dieses Gefühl auf eine ganz neue Ebene. Eigentlich ist das einfach nur Mist. Dieses Gefühl derIsolationund des "Was wäre wenn" kann zu viel Angst führen . . . besonders, wenn du wie ich bist und gerne die Kontrolle über die Dinge hast. Das hier ist einfach etwas, das wir nicht kontrollieren können.
In einer Krise wie dieser sind Mütter noch anfälliger dafür, eine postpartale Depression oder eine perinatale affektive Störung (PMAD) zu entwickeln.
Auch wenn das gerade so ist, gibt es trotzdem ein paar Dinge, die du tun kannst, um dich seelisch wohler zu fühlen.
1.Trauere um die Erfahrung, die du erwartet und verdient hast
Es ist völlig in Ordnung, ein Gefühl des Verlustes und des Beraubtseins zu empfinden. Das wurdest du ja auch. Du hättest deine Babyparty verdient gehabt, und dass die Leute deinen wundervollen Bauch streicheln und jede deiner Bewegungen bewundern. Du kannst dein Baby nicht persönlich allen deinenVerwandtenund Freunden vorstellen. Sei wütend darüber; das ist in Ordnung. Wenn du den Trauerprozess durchlaufen hast, kannst du anfangen, zu heilen. Heilung wird es dir ermöglichen, trotzdem dankbar für alles zu sein, was du hast und getan hast.
2.Sprich mit anderen Müttern oder Freundinnen, die auch Mütter sind
Ich habe zwei sehr enge Freundinnen, die momentan schwanger sind. Ihren Partnern war es nicht erlaubt, beim großen 20-Wochen-Ultraschall dabei zu sein und sie dürfen sie auch nicht zu ihren Arztterminen begleiten. Sie sprechen sehr oft mit mir über ihreGefühleund ihre Ängste/Sorgen für die Zukunft. Man braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen; und man braucht auch ein Dorf für die Zeit vor der Geburt. Du bist nicht allein, liebe Mama!

3.Beschränke deine Nachrichtenquellen
Selbst für Menschen, die nichtschwangersind oder gerade entbunden haben, können die Nachrichten einem die Lebensfreude und das Glück rauben. Ganz zu schweigen von den ganzen Diskussionen und widersprüchlichen Berichten. Das verstärkt nur deine Angst und dein Gefühl der Isolation. Wenn du Nachrichten schauen musst oder dich dazu gezwungen fühlst, begrenze die Zeit und versuche, dich nur auf eine Hauptquelle zu konzentrieren. Du kannst auch deinen Frauenarzt oder Kinderarzt anrufen, wenn du Fragen oder Bedenken hast!
4.Finde einen Therapeuten oder eine Selbsthilfegruppe
Es ist absolut keine Schande, eine Therapie zu machen. Im Gegenteil, ich selbst habe schon mehrmals im Leben eine Therapie gemacht und sehr davon profitiert. Wichtig ist, dass du eine Therapeutin oder einen Therapeuten findest, die oder der sich auf postpartale oder Schwangerschafts-bedingte Angstzustände/Depressionen spezialisiert hat.
Hallo ihr Lieben! In diesem Video sprechen wir darüber, wie ihr eurem kleinen Schatz helfen könnt, das Sprechen zu lernen. Wir schauen uns ein paar einfache, aber effektive Tipps und Tricks an, die ihr spielerisch in euren Alltag einbauen könnt. Es geht darum, eine liebevolle und unterstützende Umgebung zu schaffen, in der sich euer Kind wohlfühlt und ermutigt wird, neue Wörter und Sätze auszuprobieren. Also, lasst uns gemeinsam loslegen und die Freude am Sprechen entdecken!
5.GibDeiner Angst einen Namen
Deine Angst existiert in dir und kontrolliert dich. Es mag total albern klingen, aber es ist super hilfreich, deiner Angst einen Namen zu geben. Wenn du spürst, wie diese Gefühle in dir aufsteigen, könntest du eine emotionale Entladung haben, indem du sagst: "Beruhig dich verdammt nochmal, Nancy." Wenn dich schon das Lesen davonzum Lächelngebracht hat, probier es ruhig aus. Lachen hilft gegen Angst und wird dir so viel besser tun.
Auch wenn dies eine sehr stressige Zeit in Ihrem Leben sein mag, denken Sie daran:Es WIRD vorübergehen.Ihre Familie wird diesen wertvollen kleinen Schatz sehen, den Sie so anmutig und wunderschön in unsere Welt gebracht haben. Halten Sie durch und genießen Sie die Babyschmusezeit, solange sie da ist. Ich kann Ihnen sagen, dass diese, genau wie eine süße Sommerbrise, sehr schnell kommen und gehen . . . .
Von Stacie Bennett