Ist dein Kind ein sensorischer Sucher oder Vermeider?
Geräuschempfindlich (oder: Jemand, der Reize lieber vermeidet)
Ein Kind, das sensorische Reize vermeidet und Schwierigkeiten bei der Verarbeitung von Umweltreizen hat, wird schnell überfordert sein. Dies führt dazu, dass das Kind überempfindlich auf seine Umgebung reagiert. Geräusche, die eine andere Person normalerweise nicht stören würden, lassen einKind mit sensorischer Verarbeitungsstörungzusammenzucken. Ein sensorischer Vermeider verarbeitet sensorische Informationen auf einer intensiveren Ebene als andere.

Ein Kind, das sensorische Reize vermeidet, kann auch einige oder alle der folgenden Anzeichen zeigen:
Sensorischer Sucher (hyposensibel)
Ein Kind, das ein sensorischer Sucher ist, fühlt sich von seiner Umgebung unterfordert. Diese Unterempfindlichkeit gegenüber sensorischen Reizen führt dazu, dass das Kind mehr sensorische Stimulation sucht. Viele sensorische Sucher wirken ungeschickt oder laut, was zu der Annahme führen kann, dass das Kind "Verhaltensauffälligkeiten" hat. Auch wenn ein Kind mehr sensorische Reize benötigt, ist es oft falsch, es als verhaltensauffällig zu bezeichnen. Stattdessen ist das Verhalten das Ergebnis des kindlichen Bedürfnisses nach sensorischen Erfahrungen.

Ein Kind, das sensorische Reize sucht, zeigt möglicherweise einige oder alle der folgenden Anzeichen:
Was ist, wenn ein Kind Anzeichen und Symptome von beidem zeigt?
Nicht jedes Kind mit sensorischer Verarbeitungsstörung lässt sich einfach in die Kategorien "sensorischer Sucher" und "sensorischer Vermeider" einordnen. Es ist durchaus möglich, dass ein Kind einige oder viele Symptome sowohl der Vermeidung als auch der Suche nach sensorischen Reizen zeigt. Obwohl es keine klare Erklärung dafür gibt, warum ein Kind eine Kombination aus beiden Typen zeigt, ändert sich dies oft in Abhängigkeit von seinem Erregungsniveau und wie gut es sich selbst regulieren kann.
Selbstregulation ist die Fähigkeit, Emotionen und Verhalten in schwierigen Situationen zu steuern. Ein Kind, dem die Selbstregulation schwerfällt, wird"Zusammenbrüche" erleben,als Reaktion auf laute Geräusche oder versuchen, in großen Menschenmengen wegzulaufen. Dies ist die Folge einer sensorischen Überlastung. Wenn ein oder mehrere Sinne überfordert sind, kann ein Kind einen sensorischen Zusammenbruch erleiden.

Wenn ein Kind sowohl sensorisch vermeidendes als auch suchendes Verhalten zeigt, kann es schwierig sein, die Auslöser zu erkennen. Um einem Kind zu helfen, sich selbst zu regulieren, ist es wichtig zu wissen, wie es auf sensorische Reize reagiert, wenn es überfordert ist, und welche spezifischen sensorischen Auslöser den Stress verursachen.
Mein Dreijähriger zeigt ein Verhalten, das sowohl suchend als auch vermeidend ist. Er hat zum Beispiel Angst vor lauten Geräuschen in öffentlichen Toiletten, aber gleichzeitig ist er sehr schmerzunempfindlich und rempelt ständig irgendwo an. Er zeigt also nicht nur beide Verhaltensweisen, sondern ich habe auch festgestellt, dass sich seine Auslöser ständig ändern. Das macht es noch schwieriger, bestimmte Auslöser zu vermeiden oder zu reduzieren.
Die sensorischen Auslöser deines Kindes kennen
Für Kinder mit sensorischen Verarbeitungsstörungen gibt es zwei Arten, wie ein Kind sensorische Informationen verarbeitet: suchend oder vermeidend. Ein Kind, das schreit und in Dinge hineinrennt, ist möglicherweise von seiner Umgebung unterfordert, was dazu führt, dass es sensorische Reize sucht. Ein Kind, das sich die Ohren zuhält und schreit, wenn ein Staubsauger läuft, vermeidet sensorische Reize.
Es wäre zwar schön, ein Kind einfach als sensorischen Sucher oder Vermeider zu bezeichnen, aber so ist es oft nicht. Viele Kinder zeigen eine Mischung aus Symptomen, sowohl für das Suchen als auch für das Vermeiden.
Um einem Kind mit sensorischer Verarbeitungsstörung bestmöglich zu helfen, ist es wichtig, seine sensorischen Auslöser zu kennen. Es ist auch wichtig für Eltern, das Ausmaß der Reaktion ihres Kindes auf jeden Auslöser zu kennen. Wenn Sie wissen, wie gut oder schlecht seine/ihre Reaktion auf sensorische Auslöser ist, können Sie am besten einschätzen, wie Sie helfen können, die Belastung zu verringern. Eines der Dinge, die man in Betracht ziehen sollte, ist die Schaffung einersensorisch sicheren Umgebungin Ihrem Zuhause.
Von Liz Talton